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"Die nicht zu beschreibende Schönheit einer Blüte, die
Anmut eines in den Lüften gleitenden Vogels, das Rauschen des
Windes in den Bäumen - irgendwann in unserem Leben berührt
die Natur dich ... und mich ... und uns alle auf eine besondere Art
und Weise. Einen Augenblick lang öffnet sich ein Spalt, durch
den wir etwas von ihrem geheimnisvollen Wesen und ihrer Reinheit
erblicken, und wir werden daran erinnert, dass es ein Leben gibt,
das größer ist als die kleinen Angelegenheiten der
Menschen." (Joseph Cornell)
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Der Wald ist eine Lebensgrundlage für uns Menschen. Aber er bietet
noch vieles darüber hinaus. Mit seinen vielfältigen Erfahrungs- und
Lernmöglichkeiten fördert der Wald die gesamte kindliche
Entwicklung. Durch sein Kennenlernen, das Spielen, geweckte Neugier
und Gefühle, Entdecken und Spaß haben können die Kinder eine
emotionale Beziehung zu ihm aufbauen, das heißt ihn mögen und
schätzen. Auf dieser Grundlage ist Umweltbildung vermittelbar bzw.
die Sensibilisierung der Kinder für die Natur und ihre Erhaltung
gegeben.
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Der Waldtag hat für uns in vielerlei Hinsicht seine Bedeutung:
Förderung des Naturbewusstseins
- den Naturkreislauf und die Jahreszeiten erleben, d.h. Naturzusammenhänge insgesamt begreifen (ökologisches Bewusstsein)
- sich als Teil eines natürlichen Systems im Wald begreifen und sich entsprechend verantwortungsvoll verhalten
- Pflanzen, Tiere und andere natürliche Materialien erleben, Kenntnisse darüber erwerben und sie achten
- Grenzen und Gefahren des natürlichen Lebensraumes erfahren
Förderung der körperlichen Entwicklung
- Bewegung an frischer Luft
- Lernen durch körperliches Tun, Erproben und Erforschen
- unterschiedliche motorische Erfahrungen erleben wie klettern, balancieren, laufen, springen, kriechen, wippen usw., was die Geschicklichkeit, Kraft und Ausdauer fördert
Förderung der emotionalen Entwicklung
- Erholung von Lärm, Hektik und den vielen Reizen des Alltags
- "Seele baumeln lassen" bei Muße und Besinnlichkeit
- Möglichkeiten sich in eigene Interessen zu vertiefen
- Die Intuition wird angesprochen, z.B. beim Entdecken des Waldes und der dabei erlebten Abenteuerlust.
- Die intensive Eigenwahrnehmung trägt zum Aufbau des Selbstwertgefühls zur Überwindung von Ängsten bei, z.B. vor dem "dunklen" Wald des Märchens oder vor Insekten.
Förderung des sozialen Verhaltens
- Kommunikationsformen und -ausmaß nehmen zu (sich für Spiele zusammenfinden, Materialien für Spiele werden umbenannt, ...)
- Gegenseitige Hilfe, z.B. beim Bau eines gemeinsamen Lagers, beim Klettern, ...
- Rücksicht aufeinander nehmen und aufeinander achten
- Spiel mit weniger Konflikten, da der Wald genug Platz bietet für die unterschiedlichen Bedürfnisse
Förderung der Sinneserfahrung
- Durch die Waldatmosphäre findet eine starke Sensibilisierung für die verschiedensten Sinneseindrücke statt (hören, riechen, sehen, fühlen) und damit ein ganzheitliches Erfassen und Lernen.
- Die vielfältigen Sinneserfahrungen führen zu einer differnzierten eigenen Körperwahrnehmnung, indem z.B. Moos auf der Handinnenfläche gefühlt wird und der Geruch aufgenommen wird oder Licht und Schatten auf dem Körper gefühlt werden, was im Lebensalltag weniger wahrgenommen wird.
Förderung der Kreativität
- den Wald mit seinem Aufforderungspotential hinsichtlich experimentieren, entdecken und erfinden nutzen können
- Gestaltungsfreiheit statt vorgefertigtes und auf bestimmte Handlungen festgelegtes Spielmaterial und damit dem Spielzeugkonsum entgegenwirken: Rollenspiele im Wald, Naturmaterialien umfunktionieren, Gesellschaftsspiele selbst entwerfen, ...
- Phantasien anregen mit Mythen und Märchen über den Wald (Elfen, Troll, ...)
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